Fiat zuverlässiges Basisfahrzeug?
Unser Fiat Serie 7 sind wir bis jetzt 70’000 km unterwegs. Bereits in den ersten Kilometer hatten wir mit den Sensoren der Reifendrucküberwachungen eine Fehlermeldung. Diese wurden ersetzt und seit diesem Zeitpunkt hatten wir zum Glück noch nie ein Problem. Wir machen bei der Liga Garage in Wil SG, welche spezialisiert ist für Fiat Professional alle zwei Jahre die notwendigen Service-Arbeiten. Vor längerer Reisen, wie zum Beispiel nach Albanien haben wir eine Check machen lassen, um allfällige Abnutzungen der Bremsen zu prüfen. Nach fünf Jahren haben wir den Zahnriemen und die Keilriemen, sowie die Bremsbeläge und Bremsscheiben auf den Antriebsrädern ersetzt.
Starter-Batterie laden mit WCS Mobile Technik
Unser Wohnmobil steht in einer Einstellhalle und ich musste alle 2-3 Wochen die Starter-Batterie aufladen.
Jetzt habe ich mir von WCS Mobile Technik den Rapid Mikroprozessor V3.0
eingebaut, so dass die Starter-Batterie immer eine Spannung von
12.2V und 12,8V liegt. Zudem kann ich auch eine NOT-Aufladung starten, sollte
einmal aus einem Grund (Fahrzeugbeleuchtung eingeschaltet lassen).
über einen Taster die Starte Batterie mit bis zu 6A aufladen.
Überbrücken erübrigt sich so. Ist mir in 21 Jahren Wohnmobil nur einmal passiert, dass im Winter die Starte Batterie zu tief entladen war.
AdBlue und Biodiesel
Bei unserer ersten Reise haben wir an jeder Tankstelle AdBlue aufgefüllt, jetzt kennen wir den Verbrauch von AdBlue und füllen diesen erst bei der Anzeige, dass wir AdBlue nachfüllen müssen. Bei unserer Reise nach Albanien haben wir den Tank in Deutschland aufgefüllt und konnten die ganze Reise ohne einmal nachzutanken geniessen. Diesel tanken wir wenn immer möglich an einer gut frequentierten Tankstelle auf, oft auf eine Autobahntankstelle, auch wenn der Preis manchmal deutlich teurer ist, als abseits der Autobahn. Für die Reise durch Albanien haben wir uns über das Tankstellennetz informiert und so nur die empfohlenen Tankstellen angefahren.
Ausgesperrt!
Unser Wohnmobil besitzt lediglich an der Fahrertür ein manuelles Schloss. Eines Tages sicherten wir die Fahrer- und Beifahrertür von innen, verliessen das Fahrzeug durch die Schiebetür und verschlossen es anschliessend mit der Fernbedienung. Bei unserer Rückkehr blieb die Fernbedienung jedoch erfolglos, da die Fahrertür von innen gesichert war – wir waren ausgesperrt. Obwohl im Wohnmobil eine Thitronik-Alarmanlage installiert ist, über die sich die Türen normalerweise per Schlüssel oder Fernbedienung öffnen und schliessen lassen, funktionierten beide Fernbedienungen nicht.
Wir standen vor dem Problem: Wie sollten wir wieder ins Wohnmobil gelangen? Sollten wir ein Fenster aufbrechen oder versuchen, durch das Dachfenster einzusteigen? Oder wäre der Pannendienst die bessere Wahl? Ratlosigkeit machte sich breit. Das Wohnmobil stand in der Sonne, doch als es am Abend abkühlte, funktionierte die Fernbedienung plötzlich wieder. Zuhause begann ich nach der Ursache zu suchen und stellte fest, dass die Alarmanlage mithilfe eines Stromdiebs an die Plusleitung angeschlossen war. Der Kontakt war für den geringen Betriebsstrom unzuverlässig. Nach dem Anlöten der Plusleitung an die Anlage trat das Problem nicht mehr auf.
Seitdem sichere ich die Fahrertür nicht mehr von innen. Stattdessen drehe ich den Fahrersitz um 180 Grad und verriegle ihn, wodurch ein Einstieg spürbar erschwert wird und potenzielle Einbrecher mehr Zeit benötigen würden.
Winterzeit
Wir haben das Glück, einen Einstellplatz ganz in der Nähe unsers Wohnhauses mieten zu können, welcher im Winter immer um die 10° oder mehr hat. Vor der Winterzeit, füllen wir unsern Dieseltank an einer BP-Tankstelle auf, welche Diesel ohne Bioanteil anbietet. Der Literpreis ist einiges teurer als Diesel mit Bioanteil, dafür ist das Risiko einer Dieselpest dadurch sehr gering. Alle drei bis maximal vier Wochen fahre ich 30 Minuten mit dem Wohnmobil herum, bis der Motor auf Betriebstemperatur ist, zugleich lasse ich die Truma Dieselheizung laufen. Damit kann ich Standschäden vermeiden und das AdBlue wird im Tank bewegt, was die Kristallisierung verhindert.
Zusätze Diesel und AdBlue
In den einschlägigen Foren wird kontrovers über die Beigabe von Zusätzen in die beiden Flüssigkeiten berichtet. Ich habe mich bei Fiat, den Treibstoff-Lieferanten und bei Truma über diese Zusätze informiert. Wenn wir im Winter unser Wohnmobil regelmässig bewegen und das Fahrzeug bei der Temperatur von 10° parken, ist eine Kristallisierung nicht zu erwarten. Auf Zusätze im Diesel verzichte ich ebenfalls, die Wahrscheinlichkeit, die Dieselpest zu bekommen ist verschwindend klein und der Nachweis, dass mit dem Zusatz die Dieselpest sicher verhindert werden kann fehlt. Die Truma Heizung ist für Biodiesel ausgelegt und Zusätze schaden eher, als des diese etwas bringen.
Wo finde ich wertvolle Tipps für unseren Malibu und Reisen?
Auf YouTube finde ich immer wieder sehr gute Tipps bei iris und uwes womowelt, bei den Kreuzfahrcamper und für Zubehör bei womoblog.
Einbruch- und Diebstahlschutz
Wir haben verschiedene Massnahmen zum Einbruch- und Diebstahlschutz in unserem Wohnmobil realisiert, wobei ich an dieser Stelle nicht auf die Details eingehe!
- Alarmanlage
- Verschiedene Tür- Verriegelungen
- Spezielle zusätzliche Wegfahrsperre
- Fenster-Sicherungen
- Sicherung der Schiebetüre
- Möglichkeit, die Türen in der Nacht von Innen zu sichern
- Und noch ein paar weitere technische Massnahmen
Welches Not-Equipment haben wir dabei
- Ersatz-Sicherung
- Vulkanisierband
- Isolierband
- Handwerkzeug
- Wago-Klemmen
- Litzendraht
- Multimeter (ich bin selbst Elektriker)
- Wagenheber
- Reifen-Reparatur-Set
- Reifen-Notreparatur-Set von Fiat
- Auf Reisen in abgelegene Gebiete ein Notrad von Goldschmitt
- Schlauch Briden und Verbindungsstücke
- Breites Klebeband bei einer allfälligen Beschädigung der Dachfenster (bei einer unsere letzten Reise ist uns bei einem Sturm ein dicker Ast auf das Heki gefallen, welches dadurch beschädigt wurde).
- Ersatzlüfter für den Kompressor-Kühlschrank
Meine bevorzugten Bezugsquellen
- Auto Elektrik und EcoFlow HOELZLE AG in Bubikon
- Schlanser Campingzubehör Flums
- Käser Camping AG, Goldschmitt, LED Beleuchtung in Bischofszell
- Selzmann AG, Truma Werkstatt in Winterthur
- Bichler+Partner AG, Automation in Wattwil
- Camping Wagner
- Secure Camper, Fenstersicherungen
- Caravan Center in Arbon, Malibu Händler
- Campingshop.ch
- Waerchzueg.ch in Winterthur
- WCS Mobile Technik
Malibu Verarbeitung, Kundendienst
Unser Malibu ist insgesamt hochwertig verarbeitet und wies bei der Übernahme nur wenige Mängel auf. Allerdings klemmte die Auszugs-Schublade in der Dinette immer wieder oder liess sich nicht entriegeln. Ich habe daraufhin beide Auszugsschienen mit zwei Holzleisten nach unten abgestützt – seitdem funktioniert die Schublade einwandfrei. Leider wurden trotz Zusatzbestellung nur zwei USB-Steckdosen verbaut, weshalb ich zwei weitere selbst nachgerüstet habe.
Der Original-Kühlschrank überzeugte leider nicht: Er kühlte schlecht, war unangenehm laut, und die Türdichtung war bereits kurz nach der Inbetriebnahme defekt. Aufgrund mangelhafter Luftzirkulation war auch der Energieverbrauch hoch. Zusätzliche Lüftungsöffnungen im Kleiderschrank brachten keine Verbesserung. Auf der Suche nach einer Alternative fand ich schliesslich einen passenden Kühlschrank von Dometic, den ich lediglich seitlich mit Holzleisten anpassen musste. Dank einer PV-Anlage kann ich den Energiebedarf nun problemlos decken und gleichzeitig die Aufbaubatterie laden. Ausserdem ist der neue Kühlschrank einige Kilogramm leichter. Zwar hat er mit 70 Litern weniger Fassungsvermögen als das 90-Liter-Vorgängermodell, aber das Kühlfach lässt sich bei Bedarf einfach entnehmen. Da wir uns meist regional versorgen, reicht uns die Kühlschrankgrösse für frische Lebensmittel für 2–3 Tage aus.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft den Kundensupport: Bei technischen Anfragen verweist der Hersteller stets auf den Händler. Hier wünsche ich mir deutlich besseren Service, zumal ich bei einem Premium-Fahrzeug auch einen übersichtlichen Schaltplan und Hinweise zum Möbelbau erwarten würde – besonders bei Nachrüstungen, etwa der USB-Steckdosen, hätte mir das sehr geholfen. Zudem sind nicht alle Sicherungen beschriftet. Für den Einbau eines Batteriecomputers fragte ich, wie ich ein Kabel von der Batterie ins Technik-Fach legen kann – dazu erhielt ich lediglich die knappe Antwort, ich solle einen Weg suchen. Fündig wurde ich letztlich selbst über den YouTube-Kanal von Kreuzfahrtcamper.